DENKANSTÖßE

Rückblick auf den Bibelwochenabend am 2. April

(Es ging in dieser Woche um Texte aus dem Matthäus-Evangelium)

Matthäus 25, 31 - 46

 

Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und mit ihm alle Engel, wird er auf seinem Thron der Herrlichkeit sitzen. Dann werden alle Völker der Erde vor ihm zusammengebracht, und er wird sie in zwei Gruppen teilen, so wie ein Hirt die Schafe von den Ziegen trennt. Die Schafe wird er rechts von sich aufstellen, die Ziegen links.

Dann wird der König zu denen auf seiner rechten Seite sagen: 'Kommt her! Euch hat mein Vater gesegnet. Nehmt das Reich in Besitz, das von Anfang der Welt an für euch geschaffen worden

ist!Denn als ich Hunger hatte, habt ihr mir zu essen gegeben; als ich Durst hatte, gabt ihr mir zu trinken; als ich fremd war, habt ihr mich aufgenommen; als ich nackt war, habt ihr mir Kleidung gegeben; als ich krank war, habt ihr mich besucht, und als ich im Gefängnis war, kamt ihr zu mir.'

'Herr', werden dann die Gerechten fragen, 'wann haben wir dich denn hungrig gesehen und dir zu essen gegeben oder durstig und dir zu trinken gegeben? Wann haben wir dich als Fremden bei uns gesehen und aufgenommen? Wann hattest du nichts anzuziehen und wir haben dir Kleidung gegeben? Wann haben wir dich krank gesehen oder im Gefängnis und haben dich besucht?'

Darauf wird der König erwidern: 'Ich versichere euch: Was ihr für einen meiner gering geachteten Geschwister getan habt, das habt ihr für mich getan.'

Dann wird er zu denen auf der linken Seite sagen: 'Geht mir aus den Augen, ihr Verfluchten! Geht in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel vorbereitet ist! Denn als ich Hunger hatte, habt ihr mir nichts zu essen gegeben, als ich Durst hatte, gabt ihr mir nichts zu trinken, als ich fremd war, habt ihr mich nicht aufgenommen, als ich nackt war, habt ihr mir nichts zum Anziehen gegeben, als ich krank und im Gefängnis war, habt ihr mich nicht besucht.'

 

Dann werden auch sie fragen: 'Herr, wann haben wir dich denn hungrig gesehen oder durstig oder als Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht geholfen?' Darauf wird er ihnen erwidern: 'Ich versichere euch: Was ihr für einen meiner gering geachteten Geschwister zu tun versäumt habt, das habt ihr auch an mir versäumt.' So werden diese an den Ort der ewigen Strafe gehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.

 

Zu diesem Text gab es eine mittelalterliche Darstellung der 7 Werke der Barmherzigkeit:

  1. Hungrige speisen

  2. Durstige tränken

  3. Fremde beherbergen

  4. Nackte kleiden

  5. Kranke pflegen

  6. Gefangene besuchen

  7. Tote bestatten

 

 

Die 7 Werke der Barmherzigkeit heute

Du gehörst dazu

Auch wenn du vielleicht nicht "in" bist,

auch wenn du dich überflüssig fühlst,

auch wenn du nicht mithalten kannst:

Für Gott bist du kostbar und wertvoll!

Und das will ich dich spüren lassen.

 
Ich höre dir zu

Auch wenn so vieles mich ablenken will,

auch wenn ich gern lieber selbst reden würde,

auch wenn ich selbst "randvoll" bin:

Du bist mir wichtig!

Und das will ich dir zeigen, indem ich dir aufmerksam zuhöre.

 
Ich rede gut über dich

Auch wenn die anderen losschimpfen,

auch wenn es mir schwerfällt, nicht mitzumachen,

auch wenn ich deine Schwächen kenne:

Ich weiß um deine Würde!

Und deshalb will ich das Gute in dir sehen und zur Sprache bringen.

 

 
Ich gehe ein Stück mit dir

Auch wenn es mich etwas kostet,

auch wenn ich selbst Sorgen genug habe,

auch wenn ich selbst nach dem Weg suchen muss:

Ich will dir Nähe schenken.

Und darum begleite ich dich.

 
Ich teile mit dir

Auch wenn ich selbst nicht viel habe,

auch wenn es einen Verzicht bedeutet,

auch wenn ich nicht weiß, wie du reagieren wirst:

Ich will mir deine Not zu Herzen gehen lassen.

Und deshalb gebe ich dir etwas von mir.

 

 
Ich besuche dich

Auch wenn ich nur wenig Zeit habe,

auch wenn ich mir einen Ruck geben muss,

auch wenn noch so viel anderes zu tun wäre:

Du sollst wissen, dass jemand an dich denkt.

Und darum mache ich mich auf zu dir.

 

 
Ich bete für dich

Auch wenn es dir vielleicht fremd ist,

auch wenn es mich Mut kostet, dir das zu sagen,

auch wenn du es kaum glauben kannst:

Gott hat einen Plan für dein Leben.

Und ich bitte ihn, dass du seine Liebe darin entdecken kannst.

 

Textquelle:
Sr. M. Caja Bernhard
Aus: BEGEGNUNG – Zeitschrift aus Schönstatt für Frauen, 2/2007
www.zeitschrift-begegnung.de

 

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